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War es gestern? Somo-Playa, Santander.

Wir paddeln raus und vor uns türmt sich ein fettes Set auf. Ich schaue nach rechts und sehe Hinnerk. Seine Augen nehmen 80% seines Gesichts ein, sein Teint wirkt ein wenig blass und seine Frisur diffus. Ich rufe „Gefrierbrand!“ und wenig später begraben uns ein paar Tonnen Wasser liebevoll auf der Sandbank.


SomoEtwas über 20 Jahre später ruft Gonzo an und ruft „Gefrierbrand!“. Sie soll wieder da sein. Finde ich spontan sehr gut. Dank dieses berühmten Internets muss ich jetzt auch nicht mehr mit Ausdrucken vor einem Kopierer stehen und mich fragen, welche Seite wohin noch mal? Die „Gefrierbrand“ war eines der ersten Surffanzines in Deutschland. Sie war eine Art offene Plattform. Jeder durfte schreiben und sogar layouten. Wir beschrieben darin ein Stück Lebensperspektive. Die „Gefrierbrand“ war als ein Medium gedacht, dass uns verbindet. Mit Geschichten über Begegnungen, Erfahrungen und Tipps. Oder einfach nur ein paar lustige Blödelein. Was war los in den letzten 20 Jahren? Ach, das übliche. Heirat, Kinder, Hauskauf, Arbeiten. Mehr oder weniger. Was soll noch kommen? Prostata-Untersuchungen, Harley fahren, eine Affäre mit der Assistentin, Segelschein? Jedes Alter hat so seinen Reiz, aber die gefühlte Mitte ist sehr speziell. Ausgestattet mit einer gehörigen Portion Erfahrung hat man noch alle Karten und Möglichkeiten in der Hand. Deshalb widmet sich die „Gefrierbrand 2011“ dem generellen Thema „Übergänge“. Wir schauen auf das Vergangene und blicken freudvoll auf die Gegenwart. Wir können viel und müssen nichts. Cool, oder?

Yours Gonzo, Kim

Das Konzept bleibt das gleiche: Vom Strand für´n Strand.
Du hast ne Story, willst dich Kund tun – Her damit.
Sende deinen Kram einfach an gefrierbrand@kleine-koenige.com und Abfahrt.

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